Trauerrede 26.05.2011

Ich wünschte der Grund warum wir alle versammelt sind wäre ein anderer. Dieser Moment kam für uns alle viel zu früh!

Fassen kann es wohl keiner denn für viele war mein Opa Helmer Pennecke sowas wie ein Anker.
Er war der Mann auf den man sich immer verlassen konnte, egal um was es ging, er stand immer mit Rat und tat beiseite.

Er war ein sehr guter Freund, Zuhörer und wenn es mal eng wurde gab er sein letztes Hemd.
Das alles tat er mit einer selbstverständlichkeit wie sie einem nur selten begegnet.

Viel zu früh ist er nun seinen Weg auf die andere Seite angetreten hatten wir doch alle noch soviel miteinander vor.

Seine UrEnkel, die ihn so wahnsinnig stolz gemacht haben wollte er doch aufwachsen sehen und noch so oft mit ihnen in den Pool und in den Buddelkasten. Zusehen kann er zwar immernoch aber seine perspektive hat sich geändert.

Helmer wurde am 5.3.1945 geboren und wuchs wohlbehütet als Sohn von Elfriede und Heinrich Pennecke, mit seinen Geschwistern Heiner und Herrmann hier in Buchholz auf.
Er lernte und arbeitete im Famileneigenen Betrieb als Straßenbauer bis er diesen Beruf wegen seinem Rückenleiden nicht mehr ausüben konnte.
1968 lernte er meine Oma Waltraud Pennecke kennen und lieben, meine Mutter Heike Reich war zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Jahre alt und ihre Schwester Ramona 6.  
Er hat alle beide angenommen und ins Herz geschlossen als wären sie sein eigen Fleisch und Blut.
1970 haben sie sich dann das Ja Wort gegeben im Rathaus Pankow.
Das war der Anfang einer 42 jährigen Ehe mit all ihren Höhen und Tiefen.
Er war in all der Zeit immer ein treusorgender Mann und Vater und immer sehr bemüht um seine Familie.
Auch die Enkel Silvia, Susann, Marcel, Steven und mich Katharina liebte er abgöttisch so das nie auffiel das er kein eigenes leibliches Kind hatte.

Das wundervollste das mein Opa hinterlassen konnte ist ein Lächeln in den Gesichtern derer die ihn geliebt haben!

Mein Opa war der wichtigste Mensch in meinem Leben.
Er war nicht wie andere, es gibt keinen der Vergleichbar wäre.

Er ist immer für mich da gewesen, hat mich angenommen so wie ich war! Hat mich verstanden oder zumindest versucht mich zu verstehen ohne auch nur einmal an mir zu zweifeln.
Ich habe zu ihm aufgesehen.
War fasziniert von ihm als Menschen und bin unsagbar stolz das genau ER mein Opa war!
Und er war mehr als das.
Er hat die Vaterrolle in meinem Leben übernommen.
Deswegen trauer ich nicht nur um meinen Opa sondern auch um meinen Papa!

Wir haben uns oft über den Tod und das was danach kommt unterhalten. Er sagte immer Katharinchen, irgendwann werde auch ich gehen.
Und weißt du was ich mir wünsche?
Lachende Gesichter. Helle farben, kein trauriges Schwarz.
Ich hoffe das ich dem Wunsch meines Opas heute gerecht werden kann.

Als ich am 9.5.2011 gegen Nachmittag erfuhr das er um 11.32 für immer eingeschlafen ist habe ich nur kurz geweint, dann habe ich versucht stark zu sein und habe gelacht.
Ich habe gelacht, mich abgelenkt und immer wieder nach oben geschaut... weil ich weiß das er es sieht und weil ich weiß das ihn das glücklich macht denn nichts anderes wolltet er sehen.

Trotz allem tut es sehr weh zu erkennen das ich ihn nie mehr knuddeln kann und den wichtigsten Gesprächspartner verlor den ich je hatte.

Wir werden nun alle versuchen ihn egal wo er nun ist glücklich zu machen.

Werden als Familie zusammenhalten und uns durchs Leben boxen und versuchen diese riesige Lücke die er hinterlassen hat irgendwie auszugleichen denn schließen kann man sie nie.

Wir lieben und vermissen Dich bis zu dem Tag an dem wir uns alle wiedersehen werden!
 

 

********************

Die Trauerrede wurde gehalten von seiner Enkelin Katharina Reich, die ersten beiden Lieder suchte sie ebenfalls aus. Time to say Good Bye wählte seine Tochter Heike Reich weil er dieses lied sehr mochte.


Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!